Wie die Gewerkschaft Unia während der Aktionswoche gegen Rassismus für mehr Solidarität und Gerechtigkeit kämpft. Zum Internationalen Tag gegen Rassismus setzt die Gewerkschaft Unia mit einer Aktionswoche ein starkes Zeichen – für mehr Chancengleichheit, für faire Arbeitsbedingungen und gegen Diskriminierung in der Gesellschaft.
Rassismus am Arbeitsplatz ist oft subtil – und dennoch allgegenwärtig. Diskriminierende Sprüche in der Kaffeepause, schlechtere Aufstiegschancen für Menschen mit Migrationshintergrund oder unfaire Lohnunterschiede: All das sind Formen von Rassismus, die den beruflichen und gesellschaftlichen Alltag vieler Menschen prägen.
Laut einer aktuellen Umfrage unter Lernenden hat jede*r Dritte bereits rassistische Diskriminierung in der Ausbildung erlebt. Besonders betroffen sind junge Menschen mit Migrationshintergrund, die sich oft nicht trauen, offen über ihre Erfahrungen zu sprechen. Doch nicht nur in der Lehre, sondern auch in der Arbeitswelt zeigt sich ein klares Muster: Menschen mit einem ausländischen Namen erhalten seltener Einladungen zu Vorstellungsgesprächen. Laut Studien kann bereits der Name auf einem Bewerbungsdossier über berufliche Chancen entscheiden. „Es kann nicht sein, dass Herkunft oder Hautfarbe immer noch über Karrieren bestimmen“, sagt Nivalda Still, zuständige bei der Unia für das Dossier. „Wir fordern gleiche Chancen für alle – unabhängig vom Pass, der Religion, der Hautfarbe oder sexueller Orientierung!“
Um strukturellem Rassismus entgegenzuwirken, fordert die Unia unter anderem:
Besonders für junge Menschen, die in die Arbeitswelt einsteigen, ist es schwer, sich gegen Diskriminierung zu behaupten. Deshalb hat die Unia eine Broschüre für Jugendliche und Lernende herausgegeben. Darin werden reale Situationen beschrieben und praktische Tipps gegeben: Wie spreche ich Diskriminierung an? Welche Rechte habe ich? Wo finde ich Unterstützung? „Die Broschüre soll Mut machen, sich gegen Rassismus zur Wehr zu setzen,“ erklärt Félicia Fasel, Jugendsekretärin der Unia.
Als krönender Abschluss der Aktionswoche findet morgen in Bern das Konzert „Solidarisch gegen Rassismus“ statt. Die Künstler:innen Lakna, Ben 6il und crybbys stehen nicht nur für mitreißende Musik, sondern auch für eine klare Botschaft: Gemeinsam gegen Ausgrenzung und für eine Gesellschaft, in der alle die gleichen Chancen haben – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder Hautfarbe.
Die Unia setzt mit ihrer Aktionswoche ein starkes Zeichen. Doch am Ende liegt es an uns allen, Rassismus nicht einfach hinzunehmen. Ob am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Alltag – jede:r kann etwas tun, um Diskriminierung entgegenzuwirken.