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Einbürgerung nach objektivierbaren Kriterien und fairen Chancen für alle

Bundesrat lehnt Demokratie-Initiative ab – trotz eigener Kritik am Einbürgerungsverfahren. Warum die Demokratie-Initiative ein Schritt in Richtung…

 

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Editorial

Baustreik, mehr Teilhabe und ein kämpferischer Kongress

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Als Gewerkschaft sind wir gefordert: Ob bei Arbeitsbedingungen, Einbürgerung oder politischer Teilhabe – die Herausforderungen sind vielfältig. Das Muster bleibt oft gleich: Wer wenig verdient, migrantisch ist und harte Arbeit leistet, wird systematisch benachteiligt. Die Unia stellt sich dem entgegen – mit klaren Forderungen und breiter Mobilisierung.

Auf dem Bau droht ab 2026 ein vertragsloser Zustand. 20'000 Bauarbeiter haben sich für Kampfmassnahmen ausgesprochen. Der Landesmantelvertrag läuft aus, doch statt Verbesserungen fordert die Baumeisterseite Verschlechterungen: mehr Überstunden ohne Zuschläge, weniger Lohn für Fachkräfte, erleichterte Kündigungen. Die Branche boomt, doch die Arbeitsbedingungen treiben jeden zweiten Maurer aus dem Beruf. Die Forderungen sind klar: kürzere Arbeitstage, bezahlte Pausen, Teuerungsausgleich und Mitbestimmung.

Auch beim Bürgerrecht zeigt sich soziale Ungleichheit. Der Bundesrat lehnt die Demokratie-Initiative ab – obwohl er selbst die Probleme benennt: hohe Kosten, Intransparenz, kantonale Unterschiede und Willkür. Die Initiative fordert faire Chancen für alle. Wer wenig verdient oder in prekären Jobs arbeitet, wird benachteiligt. Die Einbürgerung wird zur Klassenfrage. Unia fordert: Abschaffung der Gebühren, keine pauschalen Ausschlüsse wegen Sozialhilfe, ein Recht auf Einbürgerung bei dauerhaftem Aufenthalt.

Der Unia-Kongress in Brig setzte klare Zeichen: gegen Rassismus, für Kündigungsschutz und globale Solidarität. Besonders deutlich fiel die Ablehnung der SVP-Initiative „10-Millionen-Schweiz“ aus. Statt Chaos und Sündenböcke braucht es Lösungen, die soziale Sicherheit und Teilhabe ermöglichen – für alle.

Hilmi Gashi
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