Ich bin stolz darauf, wie viele Menschen in der Unia zusammenkommen, weil wir zusammen Gutes bewirken können. Unia ist für mich DER Ort, wo Menschen etwas zusammen machen und das verbessern können – sei es konkret in Gestalt von mehr Lohn, besserem Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit, der Möglichkeit zur Frühpensionierung, gleichen Rechten für alle oder wie zuletzt einer 13. AHV-Monatsrente. Das macht mich unglaublich stolz.
Nicht nur für die einzelnen Arbeitnehmenden, auch für die Gewerkschaften gilt: Gemeinsam sind wir stärker. Diese Einsicht hat den historischen Zusammenschluss ermöglicht. Davon können wir auch für die Zukunft lernen.
Es sind die grossen sozialen Fragen, welche die Menschen beschäftigen: In der Schweiz sind die Löhne in den letzten Jahren real, also gemessen an der Teuerung, gesunken. Die Top-Löhne und Kapitaleinkommen steigen aber immer weiter. Das ist nicht nur schlecht für die Arbeitnehmenden, sondern auch schlecht für die Wirtschaft. Und es ist schlecht für den sozialen Zusammenhalt. Soziale Ungleichheit gefährdet am Ende die Demokratie. Es ist gefährlich, wenn die Geldeliten – Leute wie die Blochers oder Musk – sich ihre politische Macht kaufen können. Da müssen wir entschieden Gegensteuer geben.
Wir müssen die Gesamtarbeitsverträge gegen heftige Angriffe der Arbeitgeber verteidigen. In diesem Jahr besonders den LMV im Bauhauptgewerbe. Aber auch in anderen Branchen mobilisieren wir, um Fortschritte bei den Arbeitsbedingungen und den Löhnen zu erreichen, so beim grössten GAV überhaupt, dem L-GAV Gastgewerbe. Auf politischer Ebene müssen wir die die demagogische SVP-Initiative zur «10-Millionen-Schweiz» bodigen, welche die Personenfreizügigkeit und den Lohnschutz abschaffen will. Das kommt nicht in Frage, das richtet sich frontal gegen die Arbeitnehmenden in diesem Land! Auch bei den bilateralen Verträgen mit der EU darf der Lohnschutz keinesfalls geopfert werden. Wir kämpfen dafür, dass «gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort» auch effektiv durchgesetzt werden kann.